Murgleiter – 110 km Trekking durch den Schwarzwald

Wanderin auf der Murgleiter - Schwarzwald

Tag 1: Gaggenau – Merkur (17 km)

Auf einen der schönsten Wanderwege in Deutschland ging es mit einer Freundin im Frühjahr 2021. Mit der Bahn reisten wir nach Gaggenau ins Murgtal, wo wir uns voller Vorfreude auf den Weg machten. Kaum angekommen, ging es einen Waldpfad bergauf. Mit über 4600 Höhenmeter auf 110 Kilometer ist die Murgleiter im Schwarzwald eine anspruchsvolle Strecke, die aufgrund der guten logistischen Anbindung gleichzeitig sehr anfängerfreundlich ist. 

Wir kamen am frühen Nachmittag an, also gab es an der ersten schönen Stelle erst einmal eine Mittagspause. Umgeben von Bäumen in kräftigem Grün, mit Aussicht auf den 669 m hohen Merkur und einer herrlichen Ruhe waren wir richtig angekommen. Es war heiß an diesem Frühlingstag und ich war froh um meine neuen *Trekkingstöcke, die mich bei den Anstiegen unterstützten. 

Mit einer wahren Farbenpracht war der Wald aus seinem Winterschlaf erwacht. Wir liefen durch einen Mischwald und standen plötzlich vor einer bizarren Felsformation, die uns völlig überraschte, doch nur ein Vorgeschmack auf die folgenden Tage war. Kurz darauf standen wir selbst auf einem Felsen, der einen weiten Blick ins Murgtal mit unserem Startpunkt Gaggenau und bis ins Rheintal mit den Vogesen im Hintergrund bot. Auf dem “Verbrannten Felsen”, so wird er genannt, wehte es ordentlich, während es auf der anderen Seite des Hanges wieder völlig windstill war. 

riesiger Felsen an Murgleiter im Schwarzwald
Mit solch einem riesigen Felsen direkt neben dem Weg hatten wir nicht gerechnet

Abends standen wir am Fuße der Merkur und entgegenkommende Wanderer meinten, es käme so schnell keine Wasserstelle mehr. Also liefen wir in das Dorf und fragten spielende Kinder, ob sie uns den Wasserbeutel auffüllen konnten. Sie waren völlig hin und weg von unseren Rucksäcken und versuchten, einen davon gemeinsam hochzuheben. Das Staunen war direkt noch größer als er sich nicht von der Stelle bewegte. Wir erklärten ihnen für was wir das Gepäck brauchten und machten uns dann wieder auf den Weg. Dieser verlief in Serpentinen und forderte uns zum ersten Mal heraus. Irgendwann sahen wir den rötlich leuchtenden Merkurturm. Wir erhöhten das Tempo und waren völlig aus dem Häuschen als wir den Gipfel erreichten. Der Himmel über dem Horizont war in tiefem Rot gefärbt, die Sonne stand leicht drüber und wir hatten die perfekte Sicht auf das Naturspektakel.

Merkurturm an Murgleiter im Schwarzwald
Die letzten Sonnenstrahlen des Tages trafen den Merkurturm
Aussicht von Merkur im Schwarzwald mit Sonnenuntergang und Gleitschirmflieger
Nur der Gleitschirmflieger hatte vielleicht eine bessere Sicht

Wir trafen auf zwei junge Frauen, die ebenfalls mit großen Rucksäcken bepackt waren. Da es einen Supermond zu bestaunen gab, würden sie hier oben die Nacht verbringen. Also ein Vollmond, der besonders nah an die Erde kommt. 

Direkt am Turm richteten wir auf einer Holzplattform unser Nachtlager auf und kochten uns Reis mit einer veganen Sahnesoße und Gemüse. Wir verkrochen uns schon während des Kochens in die Schlafsäcke, da es spürbar kälter wurde. Die Temperatur fiel in der Nacht knapp über den Gefrierpunkt. Wie so oft war meine erste Nacht ziemlich unruhig. Ein ungemütlicher Wind erschwerte das Schlafen. Um 5:30 Uhr sollte der Mond am größten sein, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen und die beiden Frauen machten sich auf den Weg nach Hause. Wir legten uns noch einmal hin, doch ein Vogelkonzert, das Morgengrauen und die Vorfreude auf den Tag weckten uns früh wieder auf.  

Tag 2: Merkur – Reichental (21 km)

Es war noch eisig kalt und wir machten uns ein warmes Frühstück, während wir im Schlafsack blieben. Wir bekamen Besuch von einem Blaukehlchen, das uns interessiert musterte. Nachdem wir alles verstaut hatten, liefen wir los, um warm zu werden. Es ging durch ein großes Waldstück, vorbei an einem kleinen See bis zum nächsten Ort Gernsbach, dessen Zentrum mit über 400 denkmalgeschützten Gebäuden absolut sehenswert war. Vor allem das alte Rathaus mit seiner Sandsteinfassade hat uns begeistert. Kurz später passierten wir das Schloss Eberstein, welches über dem Ort Obertsrot thront. Dort legten wir eine von vielen Pausen des Tages ein und hatten eine fantastische Sicht auf das Tal. Es war inzwischen wieder so heiß geworden, dass wir schattige Plätze suchten. Wie praktisch wäre es, wenn man diese Wärme für die Nacht speichern könnte. 

Wanderer läuft auf Murgleiter im Schwarzwald
Die Sonne am Morgen tat richtig gut
Schloss Eberstein auf Murgleiter im Schwarzwald
Schloss Eberstein über den Weinreben

Anschließend stiegen wir ins Tal ab, um auf der anderen Seite wieder bergauf zu gehen. Wir kamen mit zwei älteren Damen ins Gespräch, die uns mindestens fünfmal mitteilten, wie schön sie es finden, dass so junge Menschen wandern. An einem Brunnen wollten wir unsere Flaschen füllen, doch das Wasser hatte einen seltsamen Geschmack. Wir fragten einen einheimischen Wanderer, der uns versicherte, dass das Wasser trinkbar sei. Er selbst füllt hier regelmäßig seine Flasche auf. 

Kirchturm Obertsrot
Die Kirche von Obertsrot

Der steile Aufstieg hätte sich nicht mehr lohnen können. Wir kamen an mehreren Felsvorsprüngen vorbei, die bei Schwindelfreiheit mitunter die schönsten Ausblicke im Schwarzwald eröffneten. Mit solch einer Kulisse hatten wir nicht gerechnet. Entsprechend lange verweilten wir an den Stellen.

Aussicht mit Felsen im Nordschwarzwald
Überall Felsen…
Aussicht auf Murgleiter im Schwarzwald
…die solche Aussichten ermöglichten

Abends passierten wir das idyllisch gelegene Dörfchen Reichental. Auf einer sanften Wiese stiegen wir auf und trafen auf eine Blindschleiche, die ihren Schwanz abgeworfen hatte und in Schockstarre war. Eine Katze beobachtete das Reptil scharf, was die Vorgeschichte erklärte. Die Wiesen der Hochebene wurden in ein warmes Licht getaucht und überall standen kleine Holzhütten, die im Sommer mit Heu gefüllt werden. Diese Tradition wurde vor über 250 Jahren aus Tirol in die Gegend gebracht.

Blindschleiche Schwarzwald
„Was wollen die jetzt auch noch von mir“
Abendstimmung auf Murgleiter im Schwarzwald
Goldene Stunde auf der Hochebene

Es ging wieder in einen Wald, dessen Boden an den Stellen rot leuchtete, wo die Sonne durchdrang. Ich meinte, dass wir bestimmt noch ein Reh sehen. Keine zwei Sekunden später huschte eins übers Unterholz und wir schauten ungläubig hinterher. Wenig später erreichten wir einen weiteren Felsen, kurz bevor die Sonne unterging. Was für ein Timing und was für ein unglaublicher Ausblick. Ich weiß, ich schreib das jetzt zum gefühlt zehnten Mal. Doch die ersten beiden Etappen der Murgleiter bestechen vor allem damit. Wir saßen weit über den Bäumen, wo die Vögel kreisten und sahen der Sonne zu, wie sie am Horizont abtauchte. Besser kann man den Tag nicht beenden. 

Sonnenuntergang auf Murgleiter im Schwarzwald
Was will man mehr?

Wir liefen noch etwa einen Kilometer bis zur Wetzsteinbrunnenhütte. An einer Hütte nebenan war ein Brunnen, wo wir uns etwas waschen konnten und Wasser fürs Kochen holten. Die Hütte hatte sogar eine Tür und so richteten wir uns heimisch ein und ließen den Tag Revue passieren. 

Schutzhütte im Schwarzwald mit Tür und Fenster
Unser Zuhause für eine Nacht

Tag 3: Reichental – Schönmünzach (22 km)

Auch an diesem Morgen war es wieder richtig kalt und so blieben wir etwas länger in den Schlafsäcken liegen. Die Tage sind inzwischen wieder deutlich länger und man kann es auch etwas gemütlicher angehen. 

Nach wenigen Kilometer trafen wir auf zwei Wanderer aus Sachsen, mit denen wir eine längere Pause auf dem nächsten Felsen mit Aussicht machten. Sie fuhren heute wieder nach Hause und schenkten uns Essen, das sie nicht mehr brauchten. Nach dem netten Gespräch ging es für uns weiter Richtung Forbach. Auf schönen Pfaden führte der Weg durch den Wald ins Tal, wo wir an Streuobstwiesen und einem Ziegengehege vorbei kamen. Hier war ich letztes Jahr schon auf dem Westweg unterwegs. Damals im Nebel, diesmal strahlte die Sonne.

Im Ort füllten wir den Proviant auf und machten uns auf zum schwierigsten Anstieg des Weges. Am Dorfausgang saß eine Frau, die uns zurief, wie sehr sie uns beneidete. Motiviert verließen wir die Zivilisation und waren kurz darauf in einem malerischen Tal mit einem kleinen Bachlauf, der umgeben von einer wilden Wiese war. Wir liefen auf einem schmalen, wurzelreichen Pfad und alles strahlte in leuchtendem Grün. So waren die Höhenmeter kein Problem und schon bald fanden wir uns an der Schwarzenbachtalsperre wieder. Die 100 Jahre alte Staumauer bietet ein imposantes Bild und der Weg führte uns sogar ganz unten daran vorbei. Unglaublich, welche Wassermassen die Steine schon so lange zurückhalten. 

Schwarzenbachtalsperre an trüben Tag
Der Blick von der Staumauer

Dann folgte ein kurzer Abschnitt im Nationalpark Schwarzwald, der erst seit 2014 besteht. Hier kann die Natur wieder machen was sie will, was für uns schön anzusehen war. Nach 4 km verließen wir ihn, folgten etwas der Murg und waren schnell wieder in einem riesigen Waldstück verschwunden. Die Schlafplatzsuche stellte sich als schwierig heraus. Erst als es schon dunkel war, fanden wir eine eben Fläche, die direkt an einer Kreuzung von fünf Wegen lag. Doch es regnete und wir wollten nicht mehr weiter.

Ich bekam eine Lektion im Tarpaufbau und war gespannt auf die Nacht. Bisher war ich immer im Zelt oder in Hütten. Wir schlüpfen unter die große Plane, die mit Seilen, Heringen und zwei Trekkingstöcken unser Dach wurde. Es war ein noch intensiveres Naturerlebnis, was ich direkt zu spüren bekam. Ein großer, schwarzer Käfer krabbelte über meine Hand und fand, das sie ein guter Ort für eine Pinkelpause wäre. Entsprechend streng roch sie im Anschluss. Willkommen in der Natur!

Es schüttete die ganze Nacht wie aus Kübeln, doch wir blieben trocken. Ich war begeistert, wie wenig es braucht, um sich vor dem Wetter zu schützen. Aufgrund der geschlossenen Wolkendecke wurde es in dieser Nacht nicht ganz so kalt wie zuvor. Ich wünschte dem Käfer eine gute Nacht und schlief mit dem beruhigenden Prasseln des Regens ein. 

Tag 4: Schönmünzach – Tonbach (18 km)

Trotz Dauerregen schliefen wir gut. Am Morgen war es für eine kurze Zeit trocken, was wir fürs Abbauen des Tarps nutzten. Noch bevor wir die ersten Schritte auf dem Weg machten, erlebten wir unser Highlight des Tages. Auf einem kleinen Waldpfad, der parallel zu einem Bach verlief, war ein Feuersalamander unterwegs. In intensivem Schwarzgelb strahlte er und freute sich über den feuchten Boden. Wir freuten uns über diese magische Begegnung.

Feuersalamander im Schwarzwald
Ein sympathisches Kerlchen

Glücklich starteten wir bei leichtem Regen. Während der ersten Tageshälfte liefen wir vor allem auf breiten Forstwegen. Nach 4 km kamen wir in Schönmünzach an. An einem Steinstrand neben der Murg machten wir eine ausgiebige Pause, da sich plötzlich die Sonne zeigte. Wir liefen durch das eiskalte Wasser, was eine absolute Wohltat für die geschundenen Füße war. Es gab ein frühes Mittagessen und sogar eine öffentliche Toilette an der Touristeninformation. Der blaue Himmel hielt nur kurz. Dunkle, schwere Wolken zogen in unsere Richtung. Sogar ein leises Donnern war zu vernehmen. Als sich die Schleusen am Himmel öffneten und es heftig regnete, suchten wir Schutz unter einer Brücke. Dort harrten wir solange aus, bis der Schauer zu Ende war. So liefen wir also um 14 Uhr mit gerade mal 4 km in den Beinen wieder los. Aber das spielte überhaupt keine Rolle. Wir hatten Zeit.

Nach etwa zwei Kilometer stellten wir fest, dass wir uns wohl verlaufen hatten. An den Kreuzungen waren keine Markierungen mehr. Wir schauten in die Karte und liefen dann auf dem Weg weiter bis zum nächsten Dorf Schwarzenberg. Wir verpassten etwa 4 km der Strecke und einige Höhenmeter. Doch das Wetter war trüb und Umdrehen wollten wir nicht. 

Dann ging es doch wieder hoch hinaus. Ein wunderbarer Buchenwald mit einem Pfad wie aus dem Bilderbuch wartete auf der Anhöhe auf uns. Etwas später folgte der zweite Abschnitt im Nationalpark. Wir kamen am Huzenbacher See vorbei, der herrlich wild war. Das Wetter spielte erneut mit und wir legten bei Sonnenschein die nächste ausgiebige Pause ein. Die Atmosphäre am See konnte idyllischer nicht sein. Keine Menschenseele weit und breit, absolute Stille, Frühlingsfarben und Enten, die gemütlich ihre Runden drehten oder im Gras lagen. Wir ließen das Tarp trocknen und hatten beim Zusammenpacken die nächste tierische Begegnung. Eine weibliche Kröte, die eine männliche Kröte auf dem Rücken trug. Sie waren wenige Meter vor dem Wasser und hatten ihre Wanderung somit fast geschafft. 

Wanderer im Nationalpark Schwarzwald
Auf dem Weg zum See
Wald mit Heide im Schwarzwald
Der Wald am See
Huzenbacher See im Nationalpark Schwarzwald
Der Huzenbacher See – Ein Paradies
Kröten auf Wanderung bei Huzenbacher See
Ein letzter Sprung vor dem Ziel

Anschließend ging es wieder bergauf, bis auf fast 1000 Meter. Der Weg war steil, doch überhaupt nicht anstrengend. Das lag daran, dass er durch den für mich schönsten Abschnitt der Murgleiter führte: Ein kleiner Pfad durch einen spannenden Wald, wo kein Fleck aussah wie ein anderer. Überall wuchs Heidekraut, lagen mit Moos bewachsene Bäume auf dem Boden oder hing Farn über den Felsen neben dem Weg. Der Regen zuvor und die tief stehende Sonne ließ alles in satten Farben erstrahlen und wir fühlten uns wie im Dschungel. Anfangs mussten wir uns ganz schön konzentrieren, wo wir unsere Füße und Stöcke platzierten, da wir nicht allein unterwegs waren. Eine Kröte nach der anderen kam uns entgegen oder wartete in Spähhaltung auf ein nettes Weibchen. 

Kröte in Späthaltung
Ein Männchen in Spähhaltung
Wanderin klettert über gefallenen Baum auf Murgleiter im Schwarzwald
Gut festhalten ist hier angesagt

Am höchsten Punkt angekommen, konnten wir eine beeindruckende Sicht auf den See und die Umgebung genießen. Weiter ging es durch teils sehr dichten Wald, bis wir den Nationalpark verließen. Wir folgten nun dem Tonbach, wo zunächst ein riesiges Wildgehege mit Hirschen entlang führt. An einem Brunnen füllten wir unsere Flaschen und den Beutel und waren bereit für einen Schlafplatz. Nur kurz darauf fanden wir die Tonbacher-Rentner-Hütte. Es waren keine Rentner weit und breit zu sehen, also zogen wir für die Nacht ein. An der offenen Seite der Hütte spannten wir das Tarp, damit es noch etwas heimischer wurde und wir vor Wind und Wetter geschützt waren. Zuvor hatten wir mit Ästen zwei Handbesen gebastelt und etwas durchgefegt. Wennschon, dennschon!

Sonne auf Pfad im Schwarzwald
Bei solch einer Stimmung läuft es sich wie von allein
Eine offene Schutzhütte auf Murgleiter im Schwarzwald
Die Tonbacher-Rentner-Hütte steht seit 2019 an der Murgleiter

Tag 5: Tonbach – Schliffkopf und noch weiter (28 + 8 km)

Nach einer ruhigen, aber wieder mal eisigen Nacht stärkten wir uns mit Grießbrei und machten uns erst um 10 Uhr auf die Socken. Während es am Morgen noch trocken war, regnete es sich irgendwann richtig ein. Allzu warm wurde es auch nicht mehr und so versuchten wir, die meiste Zeit in Bewegung zu bleiben. Pause machten wir nur noch, um etwas zu essen. 

Zu Beginn liefen wir durch ein schönes Tal, welches mit unschönen, monströsen Hotels etwas an Charme verlor. Wir streiften die Stadt Baiersbronn und waren schon bald bei über 15 km. Also beschlossen wir, heute noch bis zum Schliffkopf, dem Ziel der Murgleiter, zu laufen. Es ging relativ häufig über Asphalt und die Landschaft kam uns recht eintönig vor an diesem grauen Tag. Also liefen wir einfach. Auch solche Abschnitte gehören zu einer Fernwanderung.

Interessant wurde es wieder im dritten und letzten Abschnitt des Nationalparks. Es regnete nur noch stellenweise, doch dafür türmte sich vor uns eine enorme Nebelwand auf, in die wir eintauchten. Der finale Aufstieg auf über 1000 Meter folgte, über den wir uns freuten. Denn die Anstrengung hielt uns warm. Im ungebändigten Wald herrschte durch den dichten Nebel eine mystische Atmosphäre. Teils liefen wir auf Pfaden, wo wir über hohe Wurzeln und gefallene Bäume kletterten, teils auf einer asphaltierten Straße. Kurz vor dem Ziel erreichten wir die Murgquelle, woraus ich einen ordentlichen Schluck nahm. Auch wenn die Murgleiter nur selten am Fluß entlang läuft, war sie doch immer irgendwie präsent. Kurz später erreichten wir den höchsten Punkt des Schliffkopfs, der gleichzeitig das Ziel der Murgleiter markiert. Geschafft! Glücklich stellten wir fest, dass wir mal eben 110 Kilometer durch den Schwarzwald gelaufen waren. 

Nebel im Wald bei Schliffkopf
Nebel kann so schön sein

Da wir noch etwas Zeit hatten und sowieso wieder absteigen mussten, verlängerten wir die Tour noch etwas. An diesem Abend liefen wir noch 8 km, an der eindrücklichen Klosterruine Allerheiligen vorbei, bis zum Hexenhaus, nahe Lautenbach. In der liebevoll gestalteten Schutzhütte, verbrachten wir die letzte Nacht. Am nächsten Morgen blieben noch wenige Kilometer bis zum Bahnhof Lautenbach, wo die gelungene Reise endgültig endete.

Schutzhütte als Nexenhaus
Das Hexenhaus – die schönste Schutzhütte in der ich bisher geschlafen hab

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Wanderspirit Patrick Fischer Wanderer


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Als ich im Sommer 2020 einmal durch Deutschland gewandert bin, habe ich beschlossen, mich noch intensiver mit dem Thema Gehen zu beschäftigen. Über Wanderspirit möchte ich dich mit auf den Weg nehmen.

Patrick


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