Fernwandern Ausreden – Welche nicht zählen

Fernwandern Ausreden - Ziege gemütlich am Sitzen

Auf meinen Wanderungen komme ich immer wieder mit Menschen ins Gespräch, die auch von einer langen Tour träumen. Und immer wieder sind es dieselben Ausreden, die sie vor dem Fernwandern zurückgehalten haben. Hier habe ich meine Gedanken zu den 5 häufigsten Aussagen zusammengefasst.

Für so etwas bin ich zu alt.

Es ist nie zu spät den ersten Schritt zu machen. Sicher sind mit fortgeschrittenem Alter gewisse Grenzen gesetzt, doch du kannst wahrscheinlich noch viel mehr erreichen, als du vermutest. Auf meinen Wanderungen bin ich schon Menschen begegnet, die meine Großeltern sein könnten und mehrere Tage unterwegs waren. Es muss nicht gleich die Survival-Tour mit Zelt in der Wildnis sein. Am besten suchst du dir einen beliebten Fernwanderweg heraus, mit einer gut ausgebauten Infrastruktur. Dann kannst du im Fall der Fälle auch mal einen Joker ziehen und ein Teil der Strecke mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen. Was mir alle Menschen im hohen Alter gesagt haben: Sie sind nur so fit, weil sie in Bewegung bleiben. 

Mir fehlt dafür die Ausdauer.

Du musst vor dem Start nicht super sportlich sein. Unterwegs wird sich deine Ausdauer ganz von allein verbessern. Dabei bestimmst du wie schnell es vorwärts gehen soll. Es reicht ja auch völlig, wenn es bei der ersten Tour 10 km am Tag sind. Das langsame Voranschreiten ist schließlich auch das Schöne an solch einer Reise. Und so wird aus einer Ausrede ein guter Grund, erst recht zu starten. Und zwar sofort, zumindest mit der Vorbereitung.

Die Ausrüstung kostet doch ein Vermögen.

Tatsächlich kann man für Outdoor-Ausrüstung Unmengen an Geld loswerden. Wenn man die finanziellen Möglichkeiten aber nicht hat und trotzdem losziehen möchte, muss das noch lange kein Hindernis sein. Schau mal bei eBay Kleinanzeigen rein. Auf der Plattform kannst du gebrauchte, aber auch unbenutzte Produkte günstig erwerben. 

Und für die erste Tour empfehle ich sowieso, Bekannte oder Verwandte zu fragen, ob sie dir ein Zelt oder die fehlende Isomatte leihen können. Vielleicht stellt sich auch heraus, dass dir das Fernwandern überhaupt keine Freude bereitet. So sparst du dir am Ende viel Geld. Eine Checkliste meiner Ausrüstung findest du hier.  

So eine Reise ist doch viel zu gefährlich.

Ich gebe dir recht damit, dass man eine Fernwanderung nicht unterschätzen darf. Doch die Gefahr kannst du mit einer gründlichen Planung minimieren. Und wenn das der wahre Grund ist, solch eine Reise nicht anzutreten, verpasst man so viele Dinge im Leben. Es gehört auch dazu, mal aus der Komfortzone auszubrechen und etwas zu wagen. Sehe das bitte nicht als Aufforderung mit einer Gratwanderung in den Schweizer Alpen zu starten. Wenn du klein anfängst, wirst du herausfinden, worauf es ankommt. Wichtig:

1. Habe einen Überblick, wo du Trinkwasser findest, das kann auch in Deutschland ein Thema sein
2. Informiere dich beim Auswärtigen Amt, wenn es ins Ausland geht
3. Wisse, welche großen und kleinen Tiere du beachten musst, z. B. Zecken 
4. Nimm für Notfälle ein Erste Hilfe Set und ein Telefon mit
5. Achte auf den Wetterbericht, bei Gewitter rein gehen

Was ich bei meiner Wanderung durch Deutschland gelernt habe: Du bist nie allein. Die Menschen sind hilfsbereiter als du vielleicht vermutest. 

Ich habe keine Erfahrung und noch weniger Ahnung wie man so eine Reise plant.

Damit bist nicht allein. In derselben Situation ist jeder, der vor seinem ersten Trip steht. Vor 20 Jahren musste man noch auf persönliche Empfehlung und Tipps zurückgreifen, sich Informationen aus Büchern einholen oder einfach seiner Intuition folgen. Heute gibt es fast keine Frage mehr, auf die man im Internet keine Antwort findet. In unzähligen Blogs, Foren oder Videos kannst du dich schlau machen und dich gezielt vorbereiten. Hier habe ich für Einsteiger einen Leitfaden zusammengestellt, die ihre erste Tour planen. 

Eigene Erfahrungen ersetzt das aber keinesfalls. Um wirklich herauszufinden, ob dir Trekking Spaß macht, musst du dich schon selbst auf den Weg machen. So wirst du mit der Zeit auch feststellen, was für dich passt und was eher nicht. 

Ich bin schon Blinden begegnet, die auf einer mehrtägigen Wanderung unterwegs waren. Ohne Begleitung. Da habe auch ich gestaunt. Aber es hat folgendes nur bestätigt: Wenn du es wirklich willst, kannst du es erreichen. Es gibt immer einen Weg, um sich auf den Weg zu machen.

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Wanderspirit Patrick Fischer Wanderer


Hey hey!

Als ich im Sommer 2020 einmal durch Deutschland gewandert bin, habe ich beschlossen, mich noch intensiver mit dem Thema Gehen zu beschäftigen. Über Wanderspirit möchte ich dich mit auf den Weg nehmen.

Patrick


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